History
rotes Rechteck

Gründung des WSR

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Rechenzentrum (WSR) wurde am 29. Oktober 1971 vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) und dem Institut für Höhere Studien (IHS) gegründet. Als Organisationsform wurde ein gemeinnütziger Verein mit einem für den operativen Betrieb verantwortlichen Leiter, der einem von beiden Instituten gebildeten Vorstand untersteht, gewählt.

Das WSR sollte die “arbeitsteilige Kooperation der beiden Institute in wissenschaftlichen Fragen sowie die Ausbildung von hoch qualifizierten Fachkräften” durch die Errichtung und den Betrieb einer gemeinsamen Rechenanlage kosteneffektiv unterstützen.

Die strategischen Schwerpunkte der beiden Gründerinstitute des WSR waren zu dieser Zeit die “praxisorientierte Wirtschaftsforschung und die wirtschafts-politische Beratung” für das WIFO sowie die “Grundlagenforschung mit der Entwicklung empirisch-statistischer Methoden und die weiterführende Ausbildung von Akademikern auf dem Gebiet der Ökonomie und den Sozialwissenschaften” für das IHS.

Daraus ergaben sich für das WSR die folgenden drei großen Aufgabengruppen, die auch die Grundlage für die Anschaffung und Dimensionierung der ersten Rechenanlage bildeten:

  • Durchführung von statistisch-mathematischen Berechnungen (wie z.B. die Erstellung ökonometrischer Modelle für Prognosezwecke)
  • Entwicklung von statistisch-mathematischen Programmen
  • Aufbau und Wartung einer makro-ökonomischen Datenbank (auf Empfehlung des Beirates für Wirtschafts- und Sozialfragen)
1971 bis 1980
rotes Rechteck

Anfang der 1970er-Jahre waren IHS und WSR in der Stumpergasse 56, A-1060 Wien, angesiedelt, das WIFO bereits im Arsenal, Objekt 20, untergebracht. Die Verbindung zwischen den beiden Standorten wurde durch Standleitungen gewährleistet.

Das WSR wurde bei seiner Gründung mit einem Mainframerechner des Typs UNIVAC 1106 ausgestattet. Weiters gab es von Beginn an eine Ausstattung mit Terminals (zum einen Bildschirmterminals, von denen einige mit Matrixdruckern ausgerüstet waren, zum anderen sogenannte schreibende Terminals ohne Bildschirm).

1980 bis 1991
rotes Rechteck

Ende der 1970er Jahre zeichnete sich ab, dass einerseits der Rechner am Ende seiner Kapazität angelangt war, und andererseits die Räumlichkeiten in der Stumpergasse für einen Ausbau nicht genügend Platz boten. Daher wurde die Suche nach einem neuen Standort und die Auswahl einer leistungsfähigeren Maschine begonnen.

Die Übersiedlung zum neuen Standort Wollzeile 1-3, A-1010 Wien, fiel zeitlich mit der Inbetriebnahme des neuen Rechners - eines 1100/80 Rechners der Firma SPERRY-UNIVAC (später UNISYS) - zusammen. Die nunmehr 3 Standorte wurden durch Standleitungen und Multiplexeinrichtungen verbunden.

Zusätzlich zum neuen Rechner wurden möglichst viele Benutzer mit eigenen Terminals ausgerüstet, später auch einzelne User mit Stand-Alone PCs (IBM). Die UNISYS-Maschine wurde mehrfach ausgebaut und erreichte Ende der 1980er Jahre ihre Kapazitätsgrenzen, daher wurde ein Auswahlverfahren für ein neues Rechnersystem begonnen. Zu dieser Zeit lief auf Testmaschinen von HP und CADMUS bereits das Betriebssystem UNIX. Da gute Testergebnisse vorlagen, wurde im Jahr 1990 der Kauf eines HP-Systems beschlossen. Nach ca. einem Jahr Parallelbetrieb und dem Datentransfer von UNISYS auf HP wurde im Dezember 1991 die UNISYS stillgelegt und der Produktionsbetrieb auf einem HP-Rechnersystem der Serie 800 - einem leistungsstarken Server mit HP-UX Betriebssystem - aufgenommen.

Ähnlich verlief die Suche nach einem neuen Datenbanksystem, unter dem die “WIFO-Volkswirtschaftliche Datenbank” laufen sollte. Die Wahl fiel schließlich auf das DBMS-System ORACLE. Die Umstellung des Systems, Tests und Datentransfer waren sehr aufwendig.

Ebenfalls in diesen Zeitraum fällt die LAN-Verkabelung der Institute WIFO, IHS und WSR (d.h. die PCs kamen ans Netz).

In den 1980er-Jahren wurden etliche externe Kunden dazugewonnen, in erster Linie volkswirtschaftliche Abteilungen verschiedener Banken, Informationsvermittlungsdienste der Universitäten, Kammern sowie einzelne Institute mit Bedarf an großer Rechenleistung. Alle Kunden waren mit Standleitungen an das WSR angebunden.

1992 bis 1996
rotes Rechteck

Im Laufe der Zeit wurde allen UserInnen ein PC als Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt. Die Standleitungen zwischen den Instituten wurde durch Routerverbindungen ersetzt, die ein höheres Datenvolumen ermöglichten.

Analog dazu wurden aber auch die Standleitungen zu den Kunden ausgebaut. 1992 ging die Standleitung zur Uni Wien in Betrieb, die den Instituten den Weg ins Internet erschloss.

Die Entwicklung der VisualToolBox, bestehend aus den Programmen VisualData und VisualEconometrics fällt ebenfalls in diesen Zeitraum. VisualToolBox war ein unter Windows laufendes Programm, das Zugriffe auf die WIFO-Datenbank ermöglichte und Daten/Ergebnisse komfortabel in verschiedene Microsoft Applikationen integrierte.

1995 kam es zu einer Änderung in der Vereinsstruktur - das IHS schied aus dem Verein aus und wird seither als Kunde des WSR geführt.

1996 bis 2001
rotes Rechteck

1996 übersiedelte das WSR von der Wollzeile in das WIFO-Gebäude im Arsenal. Gleichzeitig wurden die HP-Server auf Maschinen der Serie 9000 ausgebaut. Mitte 1999 wurde die Standleitung zur Uni Wien von 128 auf 256 kbit aufgerüstet, im November 2000 wurde die Bandbreite nochmals verdoppelt.

Um im Serverbereich eine hohe Ausfallssicherheit zu gewährleisten, wurden 2 HP Server in einem Cluster verbunden.

Ab 1996 begann die Auslieferung des mittlerweile fertiggestellten und ausgetesteten Produktes VisualToolBox an die Kunden. Jeweils nach Kundenanforderungen und -wünschen wurden dazu neue Features bereitgestellt. Zeitgleich wurde ein grafisch orientiertes Zugangstool zur Datenbank für Internetuser bereitgestellt (Web-WZRP).

Bis 1996 liefen praktisch alle relevanten Services des Rechenzentrums auf Maschinen von Hewlett Packard oder SUN unter den Betriebssystemen HP-UX oder Sun Solaris (Datenbankcluster, WSRCOM, Firewall, etc.).

Ab 1997 wurde damit begonnen, verschiedene Services auf Intel-basierte Server unter Red Hat Linux zu verlegen, 2000 wurden Linux-Server als Ersatz für den externen Web-Server (vorher unter HP) sowie für die Firewall (vorher unter Sun Solaris) eingerichtet.

2002 bis 2004
rotes Rechteck

In den Jahren 2001 und 2002 wurden neue Services, wie z.B. zusätzliche Datenserver (Projektdatenserver) und Application Services (Oracle Portal, WSR SUrvey SYstem) unter Linux realisiert, Ende 2002 das Mailing-System von POP (im HP-Cluster) auf IMAP (unter Linux) umgestellt und der neue Printserver sowie der neue Fileserver (beide ebenfalls unter Linux) in Betrieb genommen.

Ursprünglich waren einfache PCs, meist mit einem größeren Tower-Gehäuse, für die Linux-Services verwendet worden. Um der wachsenden Bedeutung der Linux-Server in der Serverlandschaft gerecht zu werden, wurde 2003 mit einer Konsolidierung der Linux-Services begonnen:

  • Vereinheitlichung der Serverhardware auf Flatrack-Server der Firma Transtec
  • Vereinheitlichung der Betriebssystemsoftware auf Red Hat Linux V7.3

Als weitere Konsolidierungsmaßnahme wurden die Massenspeichersysteme in ein Storage Area Network (SAN) überführt. In einer ersten Ausbaustufe wurde das im Jahr 2001 angeschaffte Storagesystem IP4700 der Firma EMC2 auf ein System FC4700 für den Betrieb in einem SAN umgerüstet und vier Linux-Server redundant über zwei Storage-Switches an das SAN angebunden.

2004 wurde auch das WSR SUrvey SYstem, eine Web-Applikation für die Verwaltung und Abwicklung von Online-Befragungen (vorwiegend der Investitions- und Konjunkturtest des WIFO), in der Version 1.0 fertiggestellt.

2005 bis 2010
rotes Rechteck

Mit der Anschaffung der Fiberchannel-Storagebox EMC Clariion CX300 wurde eine Storage-Hierarchie geschaffen und damit waren die Daten aller kritischen Services (Datenbankservices, Fileservices, Mail- und Groupwareservice, etc.) wie geplant ins SAN integriert.

Obwohl der Schwerpunkt der Serverinfrastruktur des WSR beim HP-Datenbankcluster sowie bei den Linux-Servern für den Großteil der anderen zentralen Dienste lag, erforderten einige Services des WSR jedoch zusätzlich den Einsatz von Windows-Servern. So wurden 2005 zwei Dell PowerEdge 1850 Xeon zur Erweiterung der Windows-Terminalserverlandschaft sowie zwei weitere Dell-Geräte für die Software-Verteilung mit dem Microsoft Systems Management Server (SMS) angeschafft.

Im Bereich Netzwerk wurden 2007 alle Besprechungsräume im WIFO mit WLAN-Connectivity ausgestattet. Ein weiterer Schwerpunkt waren die nach dem Aufbau des Storage Area Networks dringend erforderlichen konzeptionellen Arbeiten für ein neues Backup- und Archivierungssystem, das die in den vorangegangenen Jahren stark angewachsenen Datenmengen sichern und auch ältere Datenbestände zuverlässig wiederherstellen konnte. Von fünf in Frage kommenden Lösungen hatte die Backup-Software Tivoli Storage Manager von IBM die gestellten Anforderungen am besten erfüllt. 2007 wurde daher eine Komplettlösung (Hardware und Software) auf dieser Basis in Betrieb genommen.

In den Jahren 2008 bis 2009 wurde die PC-Infrastruktur komplett erneuert und im Zuge dieses Projektes die zentralen Services für die Arbeitsplatzgeräte auch serverseitig grundlegend neu gestaltet. Diese Services waren bis dahin mit wenigen Ausnahmen unter dem Betriebssystem Linux realisiert, in der neuen Systemumgebung wurden auch hier Windows Maschinen unter den Betriebssystemen Windows Server 2003 und 2008 eingesetzt. Weiters wurde 2005 mit den konzeptionellen Vorarbeiten für die Neugestaltung der WIFO-Datenbank und des Datenbank-Abfragewerkzeuges WZRP (WIFO ZeitReihen-Prozessor) begonnen.

2006 erhielt ein Projektkonsortium bestehend aus den Instituten WIFO, wiiw und WSR den Zuschlag für ein vom BMWA ausgeschriebenes Projekt “Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft - FIW”. Die Arbeitspakete des WSR im Rahmen dieses Projektes waren die Schaffung einer Kommunikationsplattform im WWW und die “Bereitstellung, Zugänglichmachung, Erstellung, Pflege und zur Verfügung Stellung von Datenbanken” im Rahmen eines “FIW-Datenportals” mit einem modernen Datenbankinterface für außenhandelsrelevante Datenbestände. Da die im Rahmen des FIW-Projektes zur Diskussion stehenden Datenbestände nach Inhalt und Struktur zum Teil mit den entsprechenden Datenbeständen der WIFO-Datenbank identisch waren, konnten die Vorarbeiten für den WZRP-Neu daher teilweise in das Konzept für das FIW-Datenportal mit einfließen.

Im Rahmen der im Jahr 2008 übernommenen Betreuung und Weiterentwicklung des WIFO Web Auftrittes (WWA) wurden die Funktionen des alten Content-Management Systems “Oracle Portal”, mit dem die WIFO-Publikationsdatenbank ursprünglich entwickelt wurde, durch vom WSR neu programmierte Applikationsmodule ersetzt. Weiters wurde der Prototyp eines Web-Bereiches zur Verwaltung und für den Download von frei erhältlichen und/oder kostenpflichtigen WIFO-Monatsberichten erstellt.

2011 bis 2015
rotes Rechteck

Um die Arbeitsprozesse im WSR zu verbessern und damit die Zufriedenheit der Kunden mit dem Leistungsangebot des WSR sowie der MitarbeiterInnen mit ihrem Arbeitsumfeld zu erhöhen, wurde Ende 2011 begonnen, mit Hilfe von Kunden- und Mitarbeiterbefragungen sowie in Teamgesprächen Verbesserungspotential bei Struktur und den Prozessen im WSR auszuloten. Als Ergebnis dieser Aktivitäten wurde 2012 eine neue Geschäftsordnung für das WSR formuliert und im Jahr 2013 die Fachbereiche “IT-Infrastruktur und Support” sowie “Softwareentwicklung und Projektunterstützung” eingeführt.

Nach Erweiterungen im Storage-Bereich wurde 2011 die Backup-Infrastruktur um eine weitere IBM TS3310 Tape Libray, 2 LTO4 Bandlaufwerke und eine TS3310 Expansion Unit mit 90 Bandeinschüben ergänzt.

Im Netzwerkbereich wurde die bereits 2010 geplante Anbindung des WSR ans ACOnet über eine Glasfaserleitung mit 100 Mbit/s realisiert. Innerhalb des ACOnet und anderer Forschungsnetzwerke stand die gesamte Bandbreite zur Verfügung, die Bandbreite zum Commodity Internet betrug maximal 24 Mbit/s.

Die Projektarbeit im WIFO erforderten immer häufiger den Datenaustausch mit externen Institutionen und Personen in gemeinsamen Projekten. Aus Sicherheitsgründen und um die Datenhoheit im Haus zu behalten, wurde 2012 ein Cloud-Speicher (ownCloud) als Austauschplattform für Projektdaten in Betrieb genommen.

Bis 2013 war die Netzwerkanbindung über WLAN im Gebäude des WIFO nur in den Sitzungs- und Schulungsräumlichkeiten, die jeweils mit Access-Points ausgestattet waren, möglich. Auf Grund großer Nachfrage wurde entschieden, das gesamte Gebäude zuverlässig mit WLAN zu versorgen. Dazu wurden an zentralen Stellen im Gebäude insgesamt 16 neue Access-Points installiert und an das Netzwerk angebunden.

2011 wurden auch die Planungen für das Nachfolgeprodukt der WIFO-Datenbank, nun unter dem Projektnamen WDS - WIFO-Daten-System, wieder aufgenommen, da sich gezeigt hatte, dass die speziellen Anforderungen für das FIW-Datenabfragetool dafür ungeeignet waren.

Es folgte eine eingehende Prüfung verschiedener Software-Lösungen, Konzepten und Methoden auf Ihre Eignung für das WDS. 2013 wurde die Entscheidung für das Produkt Macrobond (eine Software für Retrieval und Bearbeitung von Zeitreihen) gefällt. Daraufhin wurde ein neues Datenmodell entworfen, das einerseits die geplante multidimensionale Struktur abbilden konnte, andererseits aber auch eine einfache Abbildung in die von Macrobond erwarteten Datenstrukturen erlaubt. Diese Datenstruktur wurde in einer Postgres-Datenbank implementiert.

Anfang Jänner 2014 erfolgte der Kickoff zum Neustart des WDS-Projektes. Der ursprünglich geplante Funktionsumfang wurde deutlich eingeschränkt und auf die folgenden Kernfunktionen reduziert:

  • Übernahme der aktiven Datenbestände aus der WIFO-Datenbank
  • Erstellung neuer Import- bzw. Update-Routinen
  • Anbindung von Macrobond an die WDS-Datenbank
  • Entwickeln einer Software für den Zugriff auf die WDS-Datenbank aus MS-Excel heraus

Ende 2015 konnte der interne Testbetrieb von WDS gestartet werden.

Ein weiteres erwähnenswertes Development-Projekt aus dem Jahr 2014 ist der Literaturimport: Da in der WIFO-Publikationsdatenbank nur WIFO-Publikationen enthalten waren, nicht jedoch Publikationen von MitarbeiterInnen in internationalen Journalen, Konferenzen, etc. wurde eine vollständige Erfassung aller Publikationen an einer zentralen Stelle notwendig. Im Rahmen dieses Projektes wurden alle externen Publikationen erfasst und in die Publikationsdatenbank importiert. Weiters wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, neue Publikationen und Projekte laufend einzupflegen. Für die redaktionelle Nachbearbeitung wurde ein webbasiertes Tool entwickelt.

2016 - 2020
rotes Rechteck

2016 wurde auch mit der Planung für den Austausch der kompletten Arbeitsplatzumgebung begonnen, da die Arbeitsplatzgeräte sowohl von Hardware als auch Software nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprachen. Um das zu erreichen, musste auch an der zentralen Infrastruktur etliche Veränderungen vorgenommen werden, u.a. veraltete Server-Hardware auszutauschen oder die für den Betrieb der Client-Infrastruktur benötigte Server-Infrastruktur auf aktuelle Betriebssystemversionen zu heben.

Der Rollout erfolgte im Frühjahr 2018. Aufgrund der weitreichenden Veränderungen (neue Domäne, neues Betriebssystem am Arbeitsplatz, bei MS Office-Programmen 2 Generationen übersprungen (von Office 2007 auf Office365), ca. 30 Serversysteme erneuert bzw. bearbeitet, Austausch der Arbeitsplatz-Geräte, uvm.) stellte dies ein in dieser Form am WSR noch nie dagewesenes Projekt dar.

Aufgrund der stetig anwachsenden Datenmengen und dem verstärkten Einsatz von Virtualisierungslösungen wurde 2016 die bestehende Storage Area Network Infrastruktur (IBM Storwize v5000 Arrays) erweitert.

Um den eigenen Cloudspeicherdienst attraktiver zu gestalten, wurde die Entscheidung zur Migration der bestehenden ownCloud-Instanz auf die Software Nextcloud in Angriff genommen. Bei Nextcloud handelt es sich um eine Abspaltung (Fork) von ownCloud, bei der sowohl der Initiator als auch zahlreiche Opensource- Entwickler von ownCloud das Projekt auf neue Beine gestellt haben.

Mitte 2019 wurde EduRoam - das ist die Möglichkeit, sich bei teilnehmenden Instituten in gekennzeichnete WLAN Netze mit den eigenen Zugangsdaten einzuloggen - im WIFO implementiert. Der Zugriff in diesem WLAN ist aus Sicherheitsgründen auf gewisse Dienste wie Internet und E- Mail beschränkt.

Das neue WIFO-Daten-System löste mit April 2016 die bisherige Volkswirtschaftliche Datenbank (WZRP) ab. 2017 wurde das Folgeprojekt WWUI - WDS WebUserInterface gestartet, dessen Ziel es war, eine Möglichkeit zu schaffen, dass UserInnen selbst in die Struktur und Konfiguration des WDS eingreifen können, um die Support-Zyklen so klein wie möglich zu halten.

2018 wurde die Umstellung des WDS von einem Einzel-Server auf einen High-Availability-Cluster vorbereitet und 2019 durchgeführt. Gleichzeitig wurden auch Betriebssystem und Datenbanksystem auf den aktuellen Stand gebracht (Ubuntu Linux 18.04 bzw. PostgreSQL 11).

Das FIW-Datenabfragetool war 2016 in die Jahre gekommen. Da eine Modernisierung aus Projektmitteln nicht finanziert werden konnte, wurde entschieden, stattdessen allen FIW-UserInnen den WDSClient mit den bereits im WDS existierenden Daten, soweit sie in den Rahmen des FIW-Projektes fielen, zur Verfügung zu stellen. Die noch fehlenden Datenbestände wurden 2017 in das WDS übernommen. 2018 wurde ein Prototyp eines webbasierten Clients entwickelt (WQT - WebQueryTool).

Mit dem Outputmeldetool (OMT) wurde ein Eingabemodul für die WIFO-Publikationsdatenbank entwickelt, mit dem WIFO-MitarbeiterInnen ihre Outputs selbst eingeben konnten und die Redaktion nur mehr die Qualitätskontrolle durchführen musste. Die Entwicklung wurde im ersten Quartal 2017 abgeschlossen.

Seit April 2005 wurden alle Erhebungen des WIFO-Investitions- und Konjunkturtests sowie die Pflege des Panels und die Datenspeicherung und Verwaltung mittels des vom WSR entwickelten SUrvey SYstems durchgeführt. Bedingt durch über die Jahre hinzugefügte Zusatzfunktionen und aufgrund der großen Komplexität der Erstellung eines kohärenten Panels auf Basis von Befragungen wurde das System fehleranfällig und schwer wartbar und sollte daher durch ein moderneres System abgelöst werden. Dabei waren zwei besondere Anforderungen zu erfüllen:

  • Durch die im Mai 2018 in Kraft getretene EU Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) wurde es notwendig, eine technische Trennung von Teilnehmer-Stammdaten und den Bestandsdaten der Erhebungen einzuführen. Darüber hinaus mussten die Bestandsdaten der Erhebungen soweit anonymisiert werden, dass man keine Rückschlüsse aus den vorhandenen Erhebungsdaten auf die individuellen Teilnehmer ziehen konnte.
  • Die zweite herausragende Anforderung an das neue System war es, einen möglichst hohen Grad an Skalierbarkeit zu erreichen.

Mit der Implementierung wurde Ende Mai 2017 begonnen.